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Rückblick zum DaWanda Designmarkt in Wien (Teil 1)

Ende November war ich mit Mareike und Achim, die ihr vielleicht schon aus dem Kreativmärkte-Ratgeber kennt, in Wien. Dort startete am 28. + 29.11.2015 der erste DaWanda Designmarkt in der ehemaligen Anker-Expedithalle. Heute erzähle ich euch, was wir beim Aufbau gelernt haben. In Teil 2 geht es dann darum, was man beim Verkaufen in Österreich beachten muss.
Der markierte Standplatz (noch leer)
Während ich aus verschiedenen Gründen mit dem Flugzeug anreiste, musste das Zaubereike-Team eine 10-stündige Autofahrt  hinter sich bringen. Wien liegt nämlich auf der Landkarte ziemlich weit rechts – also im Osten Österreichs, deshalb ist die Fahrt vom Rhein-Main-Gebiet aus nicht gerade ein Katzensprung. Da wir für den Aufbau am Freitagabend eingeteilt waren, machten wir uns also an diesem sehr nebligen kalten Freitag auf den Weg. Auf dem Foto seht ihr den Standplatz vor dem Bauzaun. Klebemarkierungen auf dem Hallenboden zeigen die Standabmessungen und die Standnummer an. Die weißen Stoffbahnen im Hintergrund gehören zum Nachbarstand.

Das DaWanda-Team packt beim Ausladen tatkräftig mit an

Das Standmaterial ist am Standplatz.Als Mareike und Achim um halb sechs eintrafen, war ich längst da und es war bereits dunkel. Die Orientierung auf dem Anker-Gelände ist – wie immer, wenn man im Finstern fremdes Terrain ansteuert – im ersten Moment etwas unübersichtlich. Zum Glück war die Schranke in der Puchsbaumgasse geöffnet. Der Anhänger blockierte gleich mal die Zufahrt zur Halle, und dann begann es auch noch zu nieseln. Das DaWanda-Team rückte sofort mit zwei Transportkarren an und half uns, nahezu das komplette Material aus dem Anhänger auszuladen. Es wurde uns direkt zum Standplatz gefahren, wo man uns auch beim Abladen half. Ein super Service!

Lernschritt 1: Der Regalaufbau ist optimierbar

Zuerst wird der Bodenbelag verlegt
Während Achim den Fuhrpark auf dem kleinen Parkplatz neben der Halle abstellte, schichteten wir um. Wir brauchten Platz für die Auslegware, den pinkfarbenen Teppich hier auf dem Foto. Vorteil, neben der Optik: Das Stehen auf dem kalten Hallenboden ist etwas angenehmer. Beim folgenden Regalaufbau mussten wir uns an den Bohrlöchern der Regale orientieren, was uns einiges an Zeit gekostet hat. Achim, der in solchen Dingen sehr pingelig ist, notierte im Geiste: Bis zum nächsten Markt unbedingt Codierungskonzept für die Regalelemente überlegen. Der Vorteil des Ivar-Regals von Ikea ist, dass man es in verschiedenen Varianten aufstellen kann. Damit es schneller geht, braucht man aber nicht nur eine Standskizze, sondern auch eine an den Einzelteilen angebrachte Kennzeichnung, welche zudem die Standoptik nicht stören sollte. Achim hat mir versprochen, dass ich seine Lösung mit euch teilen darf, sobald er sie gefunden hat 😉

Wir improvisieren ein wenig – wie immer

Nach einer Stunde sieht der Stand schon ganz gut aus.

Auf die komplette Verkleidung des Bauzauns haben wir diesmal spontan verzichtet, denn die Rückansicht wirkte bereits durch den weißen Vorhang des Standnachbarn ordentlich, und das vom DaWanda-Team angebrachte Namensschild war ja auch hübsch. Einfach das Roll-up daneben aufgestellt und fertig. Achim hatte die verlängerte Lichtmontagelösung vom DaWanda-Markt in München weiter ausgebaut, sodass der Stand gut ausgeleuchtet war. Wobei der Zaubereike-Stand ohnehin an einem vom Hallenlicht angestrahlten Platz lag und die Deckenfenster tagsüber richtig viel Sonnenlicht hereinließen. Doch vor der Eröffnung musste erst einmal die Ware eingeräumt werden. Auf den untersten, später durch Stoffbahnen verdeckten Regalböden stand während der Öffnungszeiten der Nachschub zum Auffüllen und Reserve-Verpackungsmaterial.

Aufbau geschafft nach dreieinhalb Stunden

Über Nacht wird der Stand zugehängt.

Wir hatten es geschafft. Alle Regale waren bestückt, die Preisschildchen, die Werbe- und Verpackungsmaterialien an Ort und Stelle. Nun hieß es: Stand zuhängen. Mit großen Klemmen vom Baumarkt befestigten wir den meterlangen Stoff am Holz. Der Standplatz neben uns war immer noch nicht besetzt, wir wussten nicht, ob die Seite Mareikes Wunsch entsprechend morgen zugebaut sein würde. (War sie nicht, denn die Ausstellerin verkaufte Kleidung und hatte nur einen schulterhohen Kleiderständer auf dieser Seite platziert.) Zunächst einmal ging uns der weiße Stoff aus und wir mussten die dritte Seite über Nacht mit Dekostoff zuhängen. Mich fröstelte es, denn durch die offenen Türen war viel kalte Wiener Nachtluft in die Halle geströmt. Hatte ich während des Aufbaus nicht so gemerkt. Wir schnappten uns die Wichtige-Dokumente-Tasche samt Handkasse und machten uns auf den Weg zum Auto und zum Wiener-Schnitzel-Essen.

Schnittchen, Getränke und Goodie Bags

Aufbau der SitzgelegenheitenAuf dem Foto links ist es noch nicht zu ahnen, aber dort auf den Tischen und Bänken fand am Abend des ersten Verkaufstages ein Get-together mit den Standbetreibern und dem DaWanda-Team statt. Dazu gab es leckere Schnittchen sowie Getränke mit und ohne Volumenprozent. Ich hatte eines der DaWanda-Mädels vom Designmarkt in München wiedererkannt und ihr gleich Löcher in den Bauch gefragt (und vergessen, ihren Namen aufzuschreiben). Sie war mit dem Besucherandrang des ersten Tages sehr zufrieden. Zum Vergleich: Am Samstag fanden etwa 2.000 Wiener den Weg in die Anker-Expedithalle, in München waren es am ersten Tag ungefähr doppelt so viele. Für den Sonntag wurden ähnliche Besucherzahlen erwartet wie am Samstag. Was die DaWanda-Aussteller zusätzlich fröhlich stimmt: Am ersten Tag gibt es morgens oft (immer?) belegte Brötchen für die Aussteller. Außerdem verteilt das DaWanda-Team kostenlose Goodie Bags an die Besucher – Stoffbeutel mit Werbemitteln inklusive einer Ausgabe des LoveMag.

Lernschritt 2: Du bist nie hundertprozentig vorbereitet!

Kassennachfüllröllchen nicht vergessen!Ist sie nicht wunderschön, die kleine elektronische Registrierkasse links im Bild? Noch schöner ist sie, wenn sie funktioniert! Wie Mareike nämlich sonntags feststellen musste, waren die Papierröllchen zum Nachfüllen leider zu Hause geblieben. (By the way, Zahnbürste und Zahnpasta auch, da hilft dann ein netter Hotelportier aus. Kassenröllchen sind sonntags allerdings sehr schlecht aufzutreiben.) Nachdem ich von einer anderen Freundin inzwischen erfahren habe, dass ihrer Chefin das auf einer großen Messe auch mal passiert ist, denke ich: Ersatzkassenröllchen müssen unbedingt in die Checkliste rein! Zur Sicherheit schreibe ich es hier schon mal fett in den Text. Für die Mundhygiene könnte man dauerhaft eine Reservezahnbürste samt Minizahnpastatube im Kulturbeutel belassen – für den Fall der Fälle. Ich putze zwar auch lieber elektrisch, aber so ist man auf der sicheren Seite. (Nur, wenn man den Kulturbeutel nicht vergisst …) Ach, ihr wollt bestimmt wissen, wie es ohne Registrierkasse weiterging? Ganz normal mit Taschenrechner, Geldkassette, Quittungsblöckchen. Gewöhnt man sich schnell wieder dran, wenn man muss.

Fazit: Schön war´s beim DaWanda Designmarkt im Wien!

Besucher auf dem DaWanda Designmarkt in WienAlles in allem war die Teilnahme am Designmarkt in Wien ein Erfolg und hat viel Spaß gemacht. Die Kosten konnten gedeckt werden, das ist das Wichtigste. Was man natürlich berücksichtigen muss: Man braucht – je nach Wohnort – je einen kompletten Tag für die Hin- und Rückfahrt, nervenschonenderweise also ein paar Übernachtungen zusätzlich. Die weite Strecke verursacht einiges an Benzinkosten, und für Österreich benötigt man ein „Pickerl“. Die 10 Tages-Vignette für Autos kostete 2015  8,70 Euro (2016 kostet sie 10 Cent mehr). Superoberwichtig ist außerdem, dass Österreich einen anderen Mehrwertsteuersatz hat (20 %) und man als deutscher Aussteller ein paar fiskalische Regeln beachten muss. Aber dazu gibt es hier demnächst einen eigenen Beitrag. Ich muss mich – wieder einmal – bei Mareike und Achim bedanken, dass ich sie begleiten durfte, dazulernen durfte, über sie schreiben darf und auch noch Fotos zeigen darf! Danke euch beiden, fühlt euch feste gedrückt!!

Nun ihr, liebe Blogleser: Hat euch der Bericht vom Designmarkt in Wien gefallen? Was hättet ihr gerne noch darüber gelesen? Verratet es mir über die Kommentarfunktion, ich antworte garantiert.

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