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Filofax-Stempel – ein Testbericht

Was macht man, wenn man etwas gewonnen hat, das mit Pflichten zu tun hat? So wirklich lästigen Pflichten, vor denen man sich gerne drückt, wie Bügeln zum Beispiel. Oder Putzen. Oder Rasen mähen. Genau: Man schreibt einen Testbericht. (enthält Werbung)

RasenmaehenDas Schicksal ist manchmal eine hinterhältige Ratte. Ich lebe in einer Familie, in der sich Kind 1 selbstverständlich mit den Händen an der frisch geweißten Wand abstützt, wenn es beim Autoreifen-in-den-Keller-tragen hilft. In der Kind 2 kein Tag ohne Füller-Tattoo (weltkartenähnliche Kontur, Kontinente laufen aquarellartig ineinander) heimkommt. Kind 2 zieht übrigens – wie einst Hänsel und Gretel – eine Spur verlorener Dinge hinter sich her. Klamotten, Essenskrümel, Schulhefte, Spielzeug… Die Mutter von Kind 1 und Kind 2, also ich, bügelt weiße T-Shirts und Blusen, um sie sicherheitshalber im Schrank zu lassen, damit sie von aus dem Nichts auftauchenden Flecken verschont bleiben.

Das Beste, was Schmierfinken wie uns also passieren kann, ist Farbe, die perfekt haftet und über Waschkraft, Bleiche oder Ähnliches erhaben ist. Kurz: Ich habe mir gefährliches Werkzeug ins Haus geholt, und alles nur, weil ich mal was gewonnen habe!

Reden wir über Stempel.

Und Filofaxing.

Und Stempelfarbe. Ach nein, lieber nicht 😉 Am Ende springt mich Winter Green an und versaut mir das hellblaue Büro-T-Shirt, während sich das namenlose blaue Stempelkissen von seinem Deckel befreit, um beim Stempelversuch rumzusauen. Die Haushaltshandschuhe liegen schon bereit, wenn ich in wenigen Minuten zur Tat schreiten werde.

Doch zunächst mal zur liebenswürdigen Quelle meines Gewinns: Zaubereike! Wer hier schon länger mitliest weiß, dass Zaubereike das Label meiner Freundin Mareike ist. Im April hat sie auf Facebook eine Frühjahrsputz-Verlosung gestartet. Arglos habe ich mitgemacht und zack! hat mich der böse Online-Zufallsgenerator ausgelost. Natürlich ist Mareike viel zu ehrlich, um mich zurück in den Lostopf zu werfen and now we have the salad. Ich habe ein Hausputz-Stempelset gewonnen! Als Zeichen meiner Dankbarkeit und ewiger Freundschaft verfasse ich deshalb einen Testbericht.

Zuerst zeige ich euch mal die jungfräulichen Stempelmotive, bevor ich sie ins Stempelkissen tunke und wer weiß was anrichte: Bügeleisen, Staubsauger, Putzeimer, Kehrblech mit Besen – also alles was es für einen Frühjahrsputz und die normale Haushaltsführung so braucht.
filofaxingstempel

Gedacht sind die Stempel für ein modernes Hobby, das Filofaxing. Klingt, als wüsste ich Bescheid, dabei habe ich keine Ahnung. Ich musste erstmal ein Video zum Filofaxing auf YouTube anschauen, wie das überhaupt geht. (Übrigens hatte das Video der Studentin xKarenina zu dem Zeitpunkt über 359.000 Aufrufe, krass, oder?) In einem Satz gesagt geht es darum, seinen Kalender zu verzieren, damit man mehr Spaß daran hat, seine To-dos abzuarbeiten und nebenbei noch seine kreative Ader auslebt. Im Zeitalter von Smartphone und Apps finde ich das erstaunlich.

Sammelsurium
Nun ist es so: Ich habe gar kein Filofax. Schon seit 2010 nicht mehr, wie ich beim Herumsuchen feststelle. Und diese hübschen kleinen Büchlein auf dem Foto oben haben kein Kalendarium, leider. Aber hey, da ist ja noch ein Filofax aus 2002! Meine Güte, sieht die Hülle verwatzt aus! Seltsamerweise habe ich in dieser Juniwoche in beiden Jahren keinerlei Einträge gemacht, scheinbar lag nichts Besonderes an. Da ich auch kein anderes Bastelmaterial habe, das man zum Filofaxing braucht, weder Washis, noch Lesezeichen-Clips noch sonst was, kann ich mich aufs Stempeln konzentrieren. So, jetzt hab ich aber lang genug rumerzählt.

Warum macht das überhaupt Sinn, mit Bildern (oder Stempeln) zu arbeiten? Es ist ja so, dass Bildinformationen viiiel schneller wahrgenommen werden als Textinformationen. Deshalb verwendet man für Aufgaben besser keine Wortstempel sondern Bildmotivstempel. Außerdem ist das lustiger. Wenn du dann noch für jede Aufgabe eine Farbe reservierst, könnte das noch einprägsaTerminemer sein. Allerdings: Wenn es zu bunt wird, kommt auch wieder keiner damit klar. Und so könnte das dann aussehen, wenn du die Aufgaben gerecht verteilt hast.

Wenn ich mir das so anschaue, dann könnte man das doch auch prima für den Familienwandkalender nutzen, oder? Leider habe ich aktuell keinen zur Hand, um das zu demonstrieren. Deshalb machen wir jetzt lieber den Rasenmähertest. Ich habe hier nämlich zwei Prototypen liegen, weil ich Mareike sagte, zum Frühjahrsputz gehöre auch das Rasenmähen, wenn der Rasen im April oder so endlich wieder anfängt zu wachsen. Hintergedanke: Bei uns mäht Kind 1 den Rasen und wenn das im Kalender steht, dann verpeilt er es nicht. Prompt hat Mareike einen Rasenmäher designt und dann noch einen weiteren, weil ihr der lange Griff nicht gefiel. Und jetzt soll ich sagen, welcher der Bessere ist. Puh!

Rasenmaeherstempelchen

Vergleicht man die beiden mit unserem Original (siehe Titelbild des Beitrags), so könnte ich spontan keinen Favoriten benennen. Auf beiden Stempeln ist das Motiv deutlich erkennbar, der linke Stempel ist allerdings detailreicher. Stempel mit solch einem filigranen Motiv tunkt man am besten nur ganz leicht in die Farbe, respektive drückt sie nur leicht auf das Stempelkissen. Wie man sieht, war ich ein bisschen übereifrig, deshalb ist da auch noch ein Stückchen Stempelkante. Wenn man das ein paar Mal probiert hat, klappt es auch ohne Rand.

RasenmaeherstempelchenaufPapier

Mein Fazit: Alles prima mit dem Frühjahrsputz-Stempel-Set und auch mit den Rasenmäher-Stempelchen. Wenn ich mir unseren echten Rasenmäher so betrachte, fällt mir auf, dass das Modell nicht mehr das allerfrischeste ist. Festhalten kann ich auch, dass das Stempeln gar nicht so schlimm war und nichts Farbe abgekriegt hat, was keine abkriegen sollte. Ha! Das Stempelkissen von Versacolor ist ungiftig, kindersicher und außerdem säurefrei sowie farbbeständig. Die Motive sind sauber von Lasse, dem Laser (den kenne ich persönlich) ausgeschnitten, und Mareike hat sie ordentlich wie immer von Hand montiert. Alles genau, wie es gehört. Natürlich hat sie die Motive auch selbst entworfen, als Illustratorin und studierte Grafikdesignerin beherrscht sie die Gestaltung aus dem Effeff. Ich habe Mareike beim Skizzieren, Illustrieren, Malen, Basteln, Colorieren und so weiter oft genug zugeschaut, um sagen zu können: Es ist eine Gabe (und viele, viele Jahre Übung).

Solltet ihr also mal nach einer Rasenmäher-Empfehlung für eure To-do-Liste, nützlichen Stempeln fürs Filofaxing oder den Familienplaner suchen, dann schaut mal bei Zaubereike nach oder besucht ihren DaWanda-Shop.

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