Kreativmessen, Veranstaltungen
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Besuch auf der CREATIVA

Collage Creativa-Fotos

Die CREATIVA in Dortmund ist Europas Leitmesse für kreatives Gestalten – und das bereits seit 35 Jahren. Diesmal öffnete sie vom 16. bis zum 20.03.2016 ihre Tore.

Von einer Leitmesse kann man mit Fug und Recht erwarten, dass sie einen aus den Socken haut – ob man nun näht, strickt, stickt, stempelt, bastelt oder sich sonst wie kreativ auslebt. Aus eigener Erfahrung kann ich nun bestätigen: Genau so ist es! Der Wahnsinn! Auch für diejenigen, die sich „nur“ durch handgefertigte Unikate stöbern. Nach Accessoires jenseits der üblichen Massenware jagen. Außergewöhnliches entdecken, auf das sie selbst nie gekommen wären. Essbare Kleidung zum Beispiel – die Award Show „Queens Battle“ mit den essbaren Hochzeitskleidern habe ich vor lauter Quasseln und Gucken leider verpasst.

Aktivbühne Halle 4 Creativa

Blick von der Empore in Halle 4 auf die Aktionsbühne

Inspirierend: Zehn Themenareale und noch viel mehr

Überhaupt ist die Aktionsbühne in Halle 4 ein guter Anlaufpunkt, um sich mit einem Snack und einem Getränk bewaffnet eine Vorführung anzuschauen – darunter viele verschiedene Modeschwerpunkte, Perlenschmuck, Torten oder Techniken wie zum Beispiel Quilten. Wenn man nicht die Zeit vergisst beim Bummel durch die zehn Themenareale : Bastelbedarf, Malen & Zeichnen, Textiles Gestalten, Spielen & Experimentieren, PerlenExpo*, Puppen & Bären*, LandGarten, Mode- & Wohnaccessoires, Kunsthandwerk & Design oder Tortendeko. Die Sternchen-Areale gehören zu den Schwerpunktthemen – ihnen sind Sonderschauen gewidmet.

Die CREATIVA in Zahlen:

  • 80.000 Besucher
  • 700 Aussteller
  • 5 Hallen
  • 5 Öffnungstage
  • 4 Schwerpunkte
Perlenstickerei bei Schimmerndschön

Workshop Perlensticken bei Lisa Neumeyer-Küppers (https://www.facebook.com/schimmerndschoen/)

Bereichernd: Als Kreativmarktaussteller zum Schnuppern hingehen

Wie du beim Lesen schon gemerkt hast, war ich diesmal nicht beim Standaufbau dabei, sondern als Besucherin unterwegs. Falls du selbst bereits an Kreativmärkten teilnimmst und noch nie auf der CREATIVA warst: Ein Punkt für eine ambitionierte To-do-List! Weil du dich hier mit den tollsten Vorräten eindecken kannst. Und dich von originellen und sehr professionellen Standgestaltungen inspirieren lassen wirst. Und von den Profis lernen kannst, wie man Workshops gestaltet. Um mit Ausstellern zu sprechen, die auch mal klein angefangen haben. Um dazuzulernen und Dinge besser einordnen zu können. Es lohnt sich ganz bestimmt. (Kleiner Hinweis: Was nicht gern gesehen wird, ist das Fotografieren der Waren. Verständlich, oder?)

Anziehend: Besucher aus allen Ecken der Republik

Natürlich habe ich mal wieder willkürlich Menschen angesprochen. Ein Ehepaar erzählte mir, dass sie bereits seit drei Jahren extra (und ohne zu übernachten) aus Zwickau anreisen, um sich in Dortmund mit Bastelmaterial einzudecken. Noch länger kannten sich eine Rollifahrerin und eine Ausstellerin aus Berlin – die erlebte Kundenbeziehung zwischen den beiden empfand ich als überaus herzlich, sogar persönlich. Am Stand meiner Freundin ergaben sich nette Gespräche mit Besucherinnen, die bei ihrer Verlosungsaktion eine Eintrittskarte gewonnen hatten.

Verständlich: Kurzweil auch für den Anhang

Übrigens hatte ich den Eindruck, dass die mitgereisten Männer/Lebensgefährten/Söhne genauso viel Spaß hatten wie die weiblichen Besucher. Nicht nur die, die ich befragt habe. Kein „muss das sein?“ oder „jetzt reicht´s aber wirklich“ oder „wozu brauchst du das denn noch?“, auch kein „ich will jetzt aber nach Hause“ war zu vernehmen. Stattdessen attestierten die Damen den danebenstehenden Männern durchweg Verständnis für die kreative Leidenschaft. Heißt auch: Die Stimmung war trotz des hohen Besucheraufkommens und mancher Engstelle vor den Ständen super. Dafür sorgten mit Sicherheit auch die vielen „Futterluken“ in den Hallen und Verbindungsgängen sowie die Verköstigungsstände in Halle 5 (Thema LandGarten). Und natürlich das riesige Bastel- und Spielangebot im Bereich Spielen & Experimentieren (Halle 6) sowie im Bastelzirkus in Halle 8.

Currywurst

Im LandGarten gab´s Currywurst und andere Spezialitäten

Auffallend: Kurztipps für Aussteller und Besucher

Die Leser meines Ratgebers wissen es bereits: Im Kreativmärkte-Buch nimmt die CREATIVA als Beispiel für eine Kreativmesse ziemlich viel Raum ein. Ich gehe darauf ein, um wie viel teurer und auch aufwendiger die Messeteilnahme im Vergleich zu Kreativmärkten ist. Ich spreche Klartext darüber, welche Besonderheiten bei den Teilnahmebedingungen, beim Standaufbau, beim Standbetrieb und auch hinsichtlich des Publikums einzukalkulieren sind. Auf mehreren Seiten berichtet eine befreundete Ausstellerin detailliert über den Aufbau ihres CREATIVA-Messestandes und über ihre Erfahrungen. Im Interviewteil gibt die Hauptgeschäftsführerin der CREATIVA Tipps zur Messeteilnahme.  Deshalb beschränke ich mich an dieser Stelle auf sechs Gedanken, die mir auf der Heimfahrt durch den Kopf gegangen sind.

Drei Tipps für Aussteller:

  • Zum BE- und Entladen dürfen die Hallen befahren werden. Zuspätkommen ist definitiv ungünstig, denn die Aussteller sind bereits damit beschäftigt, Fahrzeuge und Hänger zu ent- oder beladen und es ist kein Durchkommen mehr.  Auf der Website der Westfalenhallen gibt es zu jeder Halle Zufahrtsskizzen mit Angaben zu den Abmessungen der Einfahrten. Hat man einen Standplatz auf der Empore in Halle 4 gebucht, kann man einen Aufzug nutzen.
  • An den Warteschlangen vor dem Mädelsklo könnt ihr vorbeilaufen. Für Ausstellerinnen ist stets eine eigene Kabine reserviert und entsprechend gekennzeichnet. Das ist wirklich vorbildlich, liebes Orga-Team! (Liebe Architekten: Männerklos zukünftig bitte halb so groß und dafür Damentoiletten doppeltgroß planen! Es ist wirklich bei allen Großveranstaltungen dasselbe Ärgernis. Auch im Einkaufszentrum. Und im Ankunftsbereich am Flughafen …)
  • Wer zugluftempfindlich ist, sollte einen Schal am Stand haben. Je nach Standplatz kann es vorkommen, dass dir die Klimaanlage plötzlich kühle Luft um die Ohren pustet. So mancher reagiert darauf mit einen steifen Hals. Nicht erfunden, sondern von einem Aussteller gehört und außerdem selbst erlebt (mit Schal ;-)). Ist nur eine Kleinigkeit, kann aber bei fünf Tagen Messe gelegentlich nerven. Sicherheitshalber auch den Lutsch- oder Halsbonbonvorrat überprüfen. Wegen der trockenen Hallenluft und dem Mund-fusselig-reden.

Drei Tipps für Besucher:

  • Je nach Uhrzeit und Himmelsrichtung der Anreise muss man mit Staus an den Parkplatzzufahrten rechnen. Das vor allem einplanen, falls man einen Workshop gebucht hat und pünktlich dort sein muss.
  • Wer nicht gut bei Fuß ist, kann von den Parkplätzen C bis F entweder den Shuttlebus nehmen oder gleich zur Westfalenhalle losmarschieren. Mein Auto stand auf D1. Vor allem auf dem Rückweg hätten sich meine müden Füße über eine Abkürzung gefreut. Ein vorsorglicher Blick auf den Geländeplan der Westfalenhalle kann also nicht schaden. Von den Parkplätzen E und F ist doch ein ganzes Stück, zumal sich der Eingang Messe Forum von den Parkplätzen aus gesehen auf der Rückseite des Messekomplexes befindet.
  • Auf jeden Fall einplanen: 5 EUR Parkgebühr, 2 EUR Garderobengebühr, lange Wartezeiten vor den Damentoiletten. Lob an die Organisatoren: Der Zustand der Toiletten war stets einwandfrei einschließlich vorhandenem Klopapier, Seife und Papiertrockentüchern. Keine Selbstverständlichkeit, wie ich aus Erfahrung weiß.

Bequem: Print@Home-Eintrittskarte

Für meine Stippvisite hatte ich mir ausgerechnet den Samstag ausgesucht, also den Tag mit den meisten Besuchern. Besonders gefreut habe ich mich über zwei Privilegien: Die Eintrittskarte hatte ich dank Gutscheincode bereits zu Hause ausgedruckt (Danke, liebe Mareike!). Das Print@Home-Verfahren spart das Schlangestehen am Eingang, ist also unbedingt empfehlenswert. Außerdem durfte ich mich als Bloggerin im Pressezentrum akkreditieren und somit auch Fotos schießen. Vielen Dank an Frau Heinrigs und Herrn Wittkowski vom Team der Messe Westfallenhallen Dortmund für das warme Welcome und die Unterstützung!

 „Schatz, der Arzt sagt, das ist gesund!“

„Einige Ärzte empfehlen ihren Patienten demnach sogar Handarbeiten als Therapieform bei Depressionen oder chronischen Schmerzen.“ So steht es im Trendbericht zur CREATIVA 2016, der mir zusammen mit der Pressemappe ausgehändigt wurde.

Damit lassen sich doch Besuche auf Kreativmessen und Kreativmärkten sowie heimische Kreativitätsschübe bestens rechtfertigen!

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